Männer brauchen Hobbys. Schließlich will niemand nur aufstehen, arbeiten und sich nach Feierabend noch um den Nachwuchs kümmern – ohne auch nur eine Spur Hoffnung auf Abwechslung. Hobbys sorgen dafür, dass der Kopf abschalten kann. Und sich soziale Kontakte pflegen lassen. Echte Kerle brauchen aber nicht irgendein Hobby. Es müssen schon die richtigen Hobbys sein, um darin aufgehen zu können.

Einige Männer lassen aus einer „Bierlaune“ heraus einen kuriosen Wettbewerb – ähnlich dem Sommerkarneval – entstehen. Andere schwören aufs Fallschirmspringen. Was sind eigentlich echte Männerhobbys? Bei den fünf Beispielen ist für den einen oder anderen männlichen Leser vielleicht sogar die richtige Idee dabei. Reinschnuppern muss am Ende aber Jeder selbst.

 

1. Fußball: Der Klassiker

Fußball ist wahrscheinlich nicht nur eine der beliebtesten Sportarten. Das runde Leder ist eines der Hobbys, die unzählige Männer fesselt. Jedes Wochenende strömen deutschlandweit Hunderttausende in die Stadien der Klubs und Vereine. Kein Wunder: Der DFB hat eigenen Angaben nach mehr als 7,1 Millionen Mitglieder, die in über 24.000 Vereinen organisiert sind. Fußball ist damit ein echtes Massenphänomen, welcher nicht nur ins Stadion zieht.

Für viele Begeisterte führt kein Weg an einem Fanklub vorbei. Und wer mal keine Chance auf einen Stadionbesuch hat, kann sich immer noch mit Kumpels treffen. Eine Leinwand und Beamer machen aus dem Wohnzimmer oder einer Garage schnell eine maßgeschneiderte Sportsbar – in der niemand etwas für die Getränke auf den Tresen legen muss. Und gemeinsam macht das Tippen auf den Sieger und das Torverhältnis natürlich gleich noch mehr Spaß. Hier zeigt sich, wer einen besonders guten Riecher rund um das Thema Fußball hat. Für den besonderen Nervenkitzel tut es natürlich auch mal eine echte Sportwette. Bevor der Spaß jedoch losgehen kann, sollten Interessierte die Wettquoten der Anbieter genau prüfen und sich grundlegend informieren. Nur wer Wettquoten und ihre Bedeutung genauer versteht, kann am Ende einschätzen, ob eine Wette wirklich interessant ist.

 

2. Bier selber brauen – geht das?

Bier gilt immer noch als das Getränk unter Männern. Bestes Beispiel: Zu Christi Himmelfahrt – besser als Herren- oder Vatertag bekannt – gehören ein Bollerwagen und der Kasten Gerstensaft zur Grundausstattung jeder Herrenrunde. Trotz der Tatsache, dass gerade in warmen Sommern gern zu Bier oder Radler gegriffen wird, ist der Verbrauch pro Kopf beim Bier in Deutschland rückläufig.

Der Deutsche Brauer-Bundhat für den Zeitraum zwischen 2004 bis 2016 einen Rückgang beim Bierverbrauch pro Kopf von 12 Litern ermittelt. 2004 trank jeder Deutsche im Schnitt 116 Liter Bier. 2016 waren es noch 104 Liter. Was in den Statistiken nicht auftaucht: Bier, welches zu Hause gebraut wird. Richtig gelesen: Seit einigen Jahren probieren sich Haushalte nicht nur als Hobbywinzer aus. Der Handel bietet inzwischen Heimbrau-Sets in unterschiedlicher Größe an.

Die Palette reicht vom:

  • Geschenk-Set
  • 5-Liter-Fäßchen
  • 20 Liter Brauset

bis zur Brauanlage mit vollwertigem Braukessel, in dem zu Hause 500 Liter Bier auf einen Schlag gebraucht werden können. Der Vorteil, den die Brausets haben: Hier ist alles drin, was es für die ersten Schritte braucht. Wer mehr will, entscheidet sich gleich für Braukessel aus Edelstahl. Letztere sind zwar teurer, machen die Garage aber zur High-End-Brauanlage. Was es jetzt noch braucht, sind hochwertige Zutaten. Und natürlich Platz, um die Anlage aufzubauen und das fertige Bier in Flaschen oder Fässern zu lagern.

 

3. Grillen & Kochen

Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen! Jeder wird dieses Sprichwort schon einmal gehört haben. Gutes Essen macht nicht nur auf dem Teller Spaß. In den zurückliegenden Jahren hat sich ein Trend zum Kochen entwickelt, der auch „echte“ Kerle erfasst hat. Wobei dann weniger gekocht wird. In den letzten Jahren ist die Grillszene förmlich explodiert.Immer mehr Grillerfachsimpeln in Internetforen oder tauschen sich auf BBQ-Events aus.

Und natürlich sind die sozialen Netzwerke oder Videoportale voll mit Clips und Rezeptideen für:

  • Spare-Ribs
  • Pulled Pork
  • Steaks
  • Beef Brisket
  • Burger usw.

Gegrillt werden heute nicht nur Klassiker, wie Steaks in Schwarzbiermarinade und Senf oder Bratwürste. Inzwischen lieben es auch Männer ausgefallen. Und wollen mit verschiedenen Aromen experimentieren. Das Ergebnis sind gegrillte Jakobsmuscheln oder ein Baiser mit eiskalter Füllung und heißen Himbeeren. Eigentlich sind der Fantasie beim Grillen keine Grenzen gesetzt. Zu Hochform laufen Grillfans auf, wenn drei magische Buchstaben ins Spiel kommen: BBQ.

Der Trend aus den USA steht für eine Garmethode bei niedriger Temperatur. Grillgerichte brauchen dann zwar Stunden. Fleisch wird beim BBQ aber so zart, dass es förmlich vom Knochen fällt. Übrigens: Grillen ist kein reines Sommerhobby. Inzwischen wird auch im Winter gern und oft gegrillt – mit einem kühlen Bier aus eigener Produktion.

 

4. Heimwerken: Selbst ist der Mann

Was ist das wahrscheinlich männlichste Hobby? Klar, auf dieser Liste stehen:

  • Fallschirmfliegen
  • Trecker fahren
  • Rugby
  • Autos tunen.

Wie sieht es aber mit dem Heimwerken aus? In Deutschland geht es für die Baumarktbranche seit Jahren um Milliardenumsätze. Auch – oder gerade weil – deutsche Häuslebauer nicht alles Handwerkern überlassen.

Wer Wohneigentum besitzt, will selbst Hand anlegen und die eigenen vier Wände aufhübschen. Speziell für Männer eine Spielwiese, um sich richtig austoben zu können. Und die Werbung tut ihr Übriges, um dieses Bild zu zementieren. Mal schweißgebadet, ein anderes Mal pfiffig in Szene gesetzt, dominieren Männer das Marketing im Baumarktsektor. Wer ein echter Kerl sein will, muss mit Säge und Hammer umgehen können.

Und Heimwerken spart Geld. Beim Hausbau oder einer Modernisierung zählt nicht nur der Spaßfaktor. DIY-Fans (Do It Yourself) können bis zu 10 Prozent als Eigenmittel realistisch in die Maßnahme einbringen. Bei Baukosten in sechsstelliger Höhe kommt so eine nette Summe zusammen. Also – warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

 

5. Poker

Antonio Esfandiari, Pius Heinz und Daniel Negreanu – Namen, die vielen Lesern nicht viel sagen. Aber: Wer mit Begriffen wie Flop, Re-Raise oder Downswing etwas anzufangen weiß, hat eine Vorahnung. Richtig, es dreht sich gerade alles um Poker. In Deutschland ist in den 2000er Jahren und frühen 2010er Jahren besonders Texas Hold´em bekannt geworden. Chris Moneymaker hat durch seinen glücklichen Gewinn der WSOP in Las Vegaseinen Trend losgetreten.

Und dabei kaufte sich der Poker-Pro nicht einmal über ein reguläres Ticket, sondern ein sogenannte Satellite (Nebenturnier) in das Main Event der Poker-Weltmeisterschaft ein. Spätestens mit dem Sieg von Pius Heinz als erstem Deutschen träumten viele von einem Stern im Pokerolymp. Der große Run auf Online-Pokerräume ist inzwischen zwar deutlich abgekühlt. Zu Hause macht Poker – als Home Game unter Freunden – aber immer noch sehr viel Spaß.

Welche Eigenschaften braucht ein guter Pokerspieler? Klar: Er muss die Hände wie:

  • Straight
  • Full House
  • Drillinge (Trips)
  • Flush

im Schlaf beherrschen. Pokerspieler, die immer wieder gewinnen, vertrauen aber nicht allein auf die Karten und Fortuna. Mathematische Kenntnisse in der Statistik und sich in den Gegner hineinversetzen – zwei wichtige Eigenschaften, ohne die beim Poker „kein Blumentopf“ zu gewinnen ist.

Übrigens: Wer Poker lernen und üben will, braucht keine riesige Bankroll. Online kann Poker heute einfach mit virtuellen Coins gespielt werden. Das Verlustrisiko ist hier nicht nur gering, es ist am Ende einfach gleich 0 und bringt sogar noch Erfahrung.

 

Fazit: Von Fußball bis Poker – Hobbies für Männer

Was passt perfekt als Hobbies zu echten Kerlen? PS-starke Boliden oder rasante Action – keine Frage, dass hier viele Männerherzen höher schlagen. Es kann aber ruhig auch mal etwas ruhiger zugehen. Heißt ja nicht, dass solche Hobbies weniger spannend sind. Bestes Beispiel ist Poker. Wer schon einmal live Profis zugesehen hat, wie sich diese mit ihren Blicken belauern, kann die Spannung förmlich greifen, die sich an einem Finaltisch breitmacht. Aber wenn´s um das Essen geht, entdecken immer mehr Männer eine Leidenschaft. Grillen und BBQ haben einen Trend losgetreten, der sprichwörtlich auf der Zunge zu schmecken ist.

 

Bildquellen:

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