Moin Wolfgang,

vielen Dank für das Interview. Als Berliner Webdesigner wollen wir heute mit dir über das Erstellen einer neuen Webseite reden und eventuell hast du ja auch noch ein paar Ideen für unsere Seite und unseren Social-Media-Kanal.

 

Webseiten erstellen – Selbst ist der Mann oder braucht Man(n) einen Profi?

Webdesigner Wolfgang Patz: Pri pra Profi lautet meine klare Antwort. Das Erstellen von Webseiten geht laut einiger Anzeigen heute schon innerhalb von 30 Minuten. Ich bin ganz ehrlich – ich schaffe das leider nur in 45 Minuten;) Hand aufs Herz… Im Schnitt benötige ich für eine „normale“ Webseite, die aus 1x Startseite, 5x Unterseiten, 1x Kontaktseite, Impressum und Datenschutz besteht, zwischen 35 und 55 Stunden. Das variiert natürlich! Viele stellen einfach Anfragen, ohne sich vorher Gedanken gemacht zu haben. Dann übernehme ich die Konzeption, die ersten Entwürfe für die Nutzerführung auf der Webseite, Mockups, erste klickbare Entwürfe, bis hin zur fertigen Webseite. Das ist eine Menge Arbeit. Die größten Zeitfresser, die meine Kunden übersehen, sind die Korrekturrunden. Viele verlieren sich einfach in Kleinigkeiten und haben das große Ganze nicht mehr im Blick. Dafür bin ich dann da und hole sie wieder zurück auf den Boden.

Sollte jemand jedoch selbst starten wollen, dann empfehle ich definitiv WordPress als CMS  und als Ergänzung das Divi-Theme von Eleganthemes. Der Support im Hintergrund ist Weltklasse, die Community, die die meisten Fragen schon mal beantwortet hat riesig und nebenbei, bin ich genau darin fit. Das bedeutet für dich, dass du egal bei welcher Frage auf mich zukommen kannst.

 

Welche Rolle spielt die Mobile Optimierung?

Webdesigner Wolfgang Patz: Hast du schon mal was von „Mobile First“ oder „Mobile Only“ gehört? Die Experten sind sich einig – Schon heute werden 2/3 aller Anfragen von Smartphones oder Tabletts gestellt. Das bedeutet, dass eine Webseite faktisch gesehen hauptsächlich für Mobile Devices optimiert sein sollte und in zweiter Linie für die klassischen Desktop-Ansichten. Das wollen viele nicht sehen, da Prestige in vielen Branchen ein großer Faktor ist. Da werden Entscheidungen meist zu Gunsten von Optik und nicht von Funktionalität getroffen.Das Schlimme ist dabei für die Webseiten-Besitzer, dass Google die Web-Seiten abwertet und somit die Chance auf eine obere Suchmaschienenplatzierung schon im Keim erstickt wird.

 

Suchmaschienenoptimiert – Ist das noch immer ein Thema oder reicht es, wenn die Seite gut aussieht?

Webdesigner Wolfgang Patz: Die Frage habe ich ja im Ansatz schon beantwortet. 75% des gesamten Webseiten-Traffics kommt über Google und nur 15% über die sozialen Netzwerke. Social Signals sind wichtig, dennoch ist Suchmaschienenoptimierung meiner Ansicht nach wichtiger denn je. Heute genügt es jedoch nicht mehr, nur noch die richtigen Key-Words zu verwenden. Google passt laut einigen Angaben seinen Suchalgorithmus mehrere hundert Mal im Jahr an. Von daher sollte ich in dieses Thema jetzt nicht einsteigen, ansonsten schreibe ich in 5 Tagen immer noch an der Antwort. Gerne gehe ich jedoch auf persönliche Anfragen ein. Folgt mir auf einfach auf @Wolfgang Patz. Da könnt ihr fast täglich neue Insights von meinem Arbeitsalltag und News erhalten.

 

Content-Management-System (CMS) – Wix, WordPress, Baukasten, … Was ist wichtig?

Webdesigner Wolfgang Patz: Es gibt mittlerweile wirklich viele verschiedene Systeme. Gefühlt hat jeder Web-Host sein eigenes Baukastenprinzip. Diese „Sandkästen“ machen es richtigen Webdesignern immer schwerer ihre Leistungen und Preise vor potenziellen Kunden zu rechtfertigen. Denn viele denken, dass sie das mit solchen „Sandkästen“ selber hinbekommen. Das sind dann ganz oft die, die mich kontaktieren und Unterstützung benötigen. Oft hilft dann nur die „Alte Webseite“ auf Eis zu legen und nochmal von vorne zu beginnen. Dann wird meist doppelt Geld bezahlt. 1. Lehrgeld und 2. physisches Geld. Als State of the Art gilt heute sicherlich „Angular“. Das ist eine Programmiersprache für alles, was so richtig aufwändig werden muss und für alles andere empfehlen wir good old WordPress. Hier kann der Kunde auch selbst etwas anpassen und zudem kann auch jeder andere Webdesigner an der Webseite weiterbauen oder diese betreuen. Das gibt meinen Kunden eine Sicherheit, dass sie nicht nur von mir abhängig sind.

Pro-Tipp: Haltet die Anzahl der Plugins niedrig und wenn ihr die Seite selbst aufbauen wollt, dann schaut euch unbedingt wie schon weiter oben erwähnt Divi an. Divi ist für mich einfach die „Eierlegende Wollmilchsau“. Perfekt für den täglichen Einsatz.

 

DSVGO – Wie wichtig ist dieses Thema für einen Unternehmer heute?

Webdesigner Wolfgang Patz: Mit der neunen DSVGO haben wir eine der komplexesten Datenschutzerklärungen weltweit. Hier ist es besonders wichtig, dass der Webdesigner eine rechtssichere Webseite präsentiert. „Privacy by Default“ ist das Zauberwort. Denn ein User, der die Webseite „betritt“, darf erst nach Zustimmung von ihm selbst „beobachtet“ werden. Das bedeutet, dass Daten getrackt und gesammelt werden dürfen, die für das Online-Marketing essentiell sind. Der User muss jedoch im Verlauf der Sitzung jederzeit die Möglichkeit haben, diese Einstellungen mit wenigen Klicks anzupassen.  

 

Webdesign und Webentwicklung – Sollte man darauf achten, dass eine Agentur alles macht oder soll man sich erst einen Webdesigner suchen und anschließend einen Webentwickler?

Webdesigner Wolfgang Patz: Schwierige Frage. Viele sehen es nicht gerne, wenn Agenturen mittlerweile alles können und andere finden es großartig. Ich kann nicht alles, aber ich erstelle und designe Webseiten am liebsten aus einer Hand. Persönlich und individuell. Und das schätzen auch meine Kunden. Zum Glück habe ich ein Team aus vielen Experten in meinem Netzwerk, die bei programmiertechnisch extrem anspruchsvollen Aufgabenstellungen die nötige Prise Salz in meinem Gesamtkonzept ausmachen.

 

Betreuung | Wie geht Ihr in deiner Agentur vor?

Webdesigner Wolfgang Patz:
Schritt 1:
Der Kunde stellt eine Anfrage
Schritt 2: Wir vereinbaren ein persönliches Gespräch mit ihm
Schritt 3: Im Anschluss arbeiten wir ein persönliches Angebot aus
Schritt 4: Konzeptionsphase
Schritt 5: Erstellung von ersten Entwürfen und detaillierten Mockups (Design-Vorschauen)
Schritt 6: Korrektur-Runde und Finalisierung des Entwurfs
Schritt 7: Zwischenabnahme und anschließende Programmierung der Webseite
Schritt 8: Finale Korrekturrunde und Übergabe der neuen Webseite

 

Ladezeit | Warum muss meine Webseite unglaublich schnell laden und wie bekomme ich unsere Webseite schneller?

Webdesigner Wolfgang Patz: Die Ladezeit spielt eine immer wichtigere Rolle für die Suchmaschinen und die verwöhnten User. Kein User mag es, 10 oder noch mehr Sekunden zu warten, bis sich die Webseite aufgebaut hat. Zeit ist Geld und davon haben wir alle nicht genug. Vor allem aber für die immer wichtiger werdende Voice-Search. Denn wenn wir Siri oder Alexa nach etwas fragen, wollen wir binnen einer Sekunde unsere Antwort haben. Das spielt alles wie in einem großen Uhrwerk zusammen. Vor jeder Abgabe einer Webseite testen wir die Webseite auf Herz und Nieren mit folgenden drei Tools:

Diese geben auch dem Anfänger ein paar Tipps für die Optimierung. Wichtig: Macht immer erst ein Backup von der Webseite, bevor Ihr etwas Neues testet. Ansonsten war die ganze Arbeit umsonst.

 

Wie weiß ich, ob meine Webseite gut ist?

Webdesigner Wolfgang Patz: „Gut“ ist immer so eine Sache. Das bezieht sich in erster Linie auf die Frage, was und wen man mit der Webseite erreichen möchte. Mithilfe der Tracking-Tools verschaffen wir uns einen Überblick über das Kundenverhalten auf der Webseite und schlagen dann anhand dieser Auswertungen verschiedene Verbesserungsvorschläge vor. Ich spreche da von konkreten Handlungsempfehlungen, die Gold wert sein können.

 

Zusammenfassung: Was ist bei der Auswahl eines Webdesigners zu beachten:

  1. Ansprechpartner: Er muss persönlich für dich erreichbar sein und auf deine individuellen Bedürfnisse eingehen und nicht nur den puren Verkauf im Blick haben.
  2. Mobile-Optimiert: Er muss einfach auf dem Stand der Dinge sein. Das heißt, wenn du ihn fragst, wie es mit mobiler Optimierung aussieht und er dich wie ein Auto ansieht, solltest du mich anrufen. Denn Webseiten müssen heute mobil optimiert werden! Das Thema unbedingt bei dem Web-Designer ansprechen.
  3. Das richtige CMS: Auch hier muss er die Bedürfnisse des Kunden im Blick haben. Diese sind meistens Flexibilität und Sicherheit. Mit WordPress macht man in den meisten Fällen alles richtig.
  4. Suchmaschinen-Optimiert (SEO): Wenn ein Web-Designer in einem Erstgespräch nicht proaktiv das Thema „Suchmaschienenoptimierung“ anspricht und dir die Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen verschweigt, ist das kein gutes Zeichen dafür, dass er das große Ganze im Blick hat.
  5. Betreuung: Jede Webseite muss regelmäßig auf Updates und auf Funktionalität geprüft werden. Ein Service-Paket sollte deshalb jeder Web-Designer mit anbieten. Viele schrecken vor diesen „geringen“ Einnahmen zurück und wollen lieber einmalig abkassieren und halten nicht wirklich viel von dem Service-Gedanken. Ich liebe es, für meine Kunden da zu sein, denn aus Kunden werden oft auch gute Bekannte oder sogar Freunde. Mein Ansatz ist deshalb immer… ja, ich habe es schon erwähnt… das große Ganze im Auge zu haben.
  6. DSVGO: PFLICHT!!!
  7. Programmierung: Texter können manchmal auch nicht auf den Punkt kommen und stopfen ihre Texte mit Füllwörtern voll. So ist es auch bei Programmierern. Wenn der Code nicht präzise programmiert wurde, erhöht das die Ladezeit der Webseite. Aus diesem Grund sind wirklich gute Programmierer schwer zu finden.
  8. Speed: EXTREM WICHTIG: Eine Webseite, sollte auf für den Desktop mindestens einen Google Page Speed Score von 90 haben und mobil mindestens 80. Das sieht Google extrem gerne und belohnt es mit einem guten Ranking.

 

Vielen Dank für deine Zeit. Wo kann man mehr über dich erfahren?
Falls du noch mehr Details benötigst, schau auf meiner Webseite: www.wolfgangpatz.de vorbei oder ruf mich direkt unter 01749093145 an und lass uns alle deine Fragen klären. Ich freue mich auf jeden Einzelnen von euch und bedanke mich, dass ich zu Besuch bei MännerTagebuch sein durfte.

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